Herz und Vorratskammer gefüllt – wir blicken auf den Slow Food Märit zurück
Was für ein Wochenende! Nach langer Pause durfte Bern endlich wieder einen Slow Food Märit erleben: Am vergangenen Wochenende vom 28. und 29. März 2026 wurden die Vidmarhallen in Bern während zwei Tagen zum Treffpunkt für Genuss, Austausch und gelebte Slow-Food-Kultur. Rund 40 Ausstellende präsentierten ihre Produkte und luden dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken.
An beiden Tagen war der Slow Food Märit durchgehend gut besucht. Die Räume füllten sich mit Menschen, Gesprächen, Düften und einer Energie des Miteinanders.
Eine Atmosphäre, die verbindet
„So einen Märit hat Bern gefehlt!“ Diese Rückmeldung haben wir in unterschiedlichen Formen immer wieder gehört. Es herrschte eine Atmosphäre, in der man sich gerne treiben lässt, stehen bleibt und ins Gespräch kommt. Auch mit vielen Besucherinnen und Besucher wurde der Märit immer wieder als angenehm und gemütlich beschrieben.
Ebenfalls auffallend war die Vielfalt der Menschen. Von jung bis alt, aus unterschiedlichen Lebenswelten und doch verbunden durch ein gemeinsames Interesse an gutem, sauberem und fairem Essen. Die Stimmung war offen, wohlwollend und freudig – getragen von einer gemeinsamen Wertschätzung für Lebensmittel und für die Menschen dahinter.
Dazu beigetragen haben auch die mit viel Liebe gestalteten Stände. Es war deutlich, wie viel Herzblut in die ästhetische und authentische Präsentation der Produkte geflossen ist.
Mehr als ein Märit: echte Begegnungen
Auch von Seiten der Produzentinnen und Produzenten war das Echo durchwegs positiv. Als besonders wertvoll wurde der direkte Kontakt mit den Konsumentinnen und Konsumenten hervorgehoben. In einer Zeit, in der Produkte meist über Läden, Plattformen oder andere Vertriebskanäle verkauft werden, entstehen solche Begegnungen im Alltag nur noch selten.
Am Slow Food Märit standen nicht nur die Produkte im Mittelpunkt, sondern vor allem die Menschen, die die Produkte produzieren. Die Konsumentinnen und Konsumenten konnten direkt Fragen stellen und sich mit den Produzierenden über Handwerk, Prozesse und die Geschichten dahinter austauschen. Genau dieser Dialog macht den Kern von Slow Food aus.
Ein vielfältiges Rahmenprogramm
Am Sonntag fand die Märittour mit Marco und Léonie statt. Die Tour war sehr gut besucht und führte die Teilnehmenden über den Märit. An den Ständen erhielten sie vertiefte Einblicke in Produkte, Herstellung und Philosophie. Die Tour ermöglichte einen intensiven Zugang zur Welt von Slow Food und hat bei vielen Besucherinnen und Besuchern die Begeisterung für die Bewegung spürbar vertieft.
Weiter führte das Forum Sensorik an beiden Märit-Tagen kurze Sensorik-Kurse zu verschiedenen Schwerpunkten wie Süsses, Salziges und Flüssiges durch. Diese stiessen ebenfalls auf grosses Interesse und luden dazu ein, die eigenen Sinne zu schärfen und Geschmack neu zu entdecken.
Auch abseits der Marktstände entstanden Räume für Begegnung. Am Samstag brachte das Amici-Treffen die Berner Community zusammen und am Sonntag lud ein weiteres Apéro die Mitglieder der Allianz der Köche zum Austausch ein. Last but not least zeichnete Slow Food Bern den Staub Hof aus.
Ein Wochenende das antreibt
Für uns im Vorstand ist es eine grosse Freude zu sehen, wie positiv der Slow Food Märit aufgenommen wurde und wie sehr solche Orte geschätzt werden. Die vielen positiven Rückmeldungen, die zufriedenen Gesichter und die spürbare Begeisterung bestärken uns darin, solche Formate weiterzudenken und Räume für gutes, sauberes und faires Essen zu schaffen. Es sind Bilder, die lebendig in Erinnerung bleiben!
Oder anders gesagt: Wir sind mit vollen Herzen nach Hause gegangen – und mit gut gefüllten Vorratskammern.
Eine Übersicht aller Ausstellenden des Slow Food Märit 2026
Fleisch/ Eier
Hof am Stutz
Joli mont Biohof
Onkel Urs
Tofu
Legu Vegu
Proteinalternative
Luya
Milchprodukte
Biohof Heimenhaus
Gemüse
Legummes – Gemüse vom Biohof Gumme
Eingemachtes/Öl
Biber Events
Da Giovanni
Ruocco Antipasti Manufaktur
Gewürze
Herbula Viola Sarl
Manufaktur Funke
Raffinessen GmbH
Pasta/Polenta etc.
Staub Hof
Tajarin
Brot/Gebäck
Triticum The Art of Flour
Werkhof Gastro GmbH
Wielandleben
Süsses
Atelier Joye
Diiszwii KIG
Leibacher Biber Manufaktur
Posamenter GmbH
Getränke
Azienda Agricola Manimatte
Bonnet du Fou
Braukunst Bern GmbH
Cidrerie du Jardin
Clos Vert
Delinat AG
Domaine Château L'Evêque
Domaine Gérald Besse
Drink Tom's
Grossvater's Art
ProgWine GmbH
Weiteres
Claudia Salzmann mit Das Bern Kochbuch
Forum Sensorik
Inforama Rütti
Slow Food Bern und Slow Food Youth
Ta Patate