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Jun 18 2017

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Ausstellung: Was isst die Schweiz?

Mit der Ausstellung «Was isst die Schweiz?» schaut das Forum Schweizer Geschichte in die Kochtöpfe von Herr und Frau Schweizer. Die Schau beleuchtet die vielfältigen Facetten rund um unsere Esskultur und stellt fest: Unser täglich Brot ist mehr als blosse Nahrungsaufnahme. Essen ist Kunst, Kultur, Sozialgeschichte und Zukunftsforschung zugleich.

Täglich kaufen und konsumieren wir Lebensmittel. Doch woher kommen ursprünglich die Tomaten, der Mais oder die Erdbeeren? Weshalb benutzen wir Messer und Gabel? Was kam in der Vergangenheit auf den Teller und was werden wir in Zukunft essen? In der Ausstellung treffen die Besucherin und der Besucher auf unterschiedlich gedeckte Tische. Auf ihnen werden die vielfältigen Ausstellungthemen szenisch präsentiert: Trends und Tabus, Herkunft und Produktion, Tafelkultur und Tischsitten, Hunger und Überfluss, Fleischkonsum und die Zukunft des Essens. Portraits berühmter Schweizer Spitzenköche und Kochbücher veranschaulichen die wichtige Rolle der Essenszubereitung. Auch Daniel Humm ist in der Ausstellung abgebildet; kürzlich wurde sein New Yorker Gourmet-Tempel «Eleven Madison Park» vom renommierten britischen Magazin «Restaurant» zum besten Restaurant der Welt 2017 gekürt.

Im Zentrum der Ausstellung steht das kulinarische Erbe unseres Landes. Dazu gehören Klassiker wie Fondue oder Birchermüesli, aber auch weniger bekannte Spezialitäten wie Gumpesel aus Meiringen, Toggenburger Bloderkäse, Gratin de cardons aus Genf, Raviöö da carnevaa aus dem Tessin oder Hafächabis mit Gummel aus Schwyz. Diese Gerichte spiegeln Vielfalt: jede Landesgegend bringt ihr eigenes Gericht hervor, sowie ihren eignen Käse. Eine grosse dreidimensionale Käsekarte erklärt, wo welche Käsesorten produziert werden. Und die Medienstation «Was liegt auf dem Teller?» präsentiert typische Speisen vom 15. bis ins 21. Jahrhundert.

Filmstationen, grossformatige Fotos und aussergewöhnliche Objekte laden zu einer kultur- kulinarischen Tour de Suisse ein. So z.B. das berühmte Einsiedler Service aus der Züricher Porzellanmanufaktur von 1775 (das einzige Schweizer Staatsservice), die Metzgerei-Installation der Strickkünstlerin Madame Tricot oder die ProSpecieRara Apfelmodelle, welche im Manna-Pavillon an der Expo.02 zu sehen waren.
Das Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung mit kulinarischen Leckerbissen: An ausgewählten Sonntagen präsentieren Produzenten regionale Produkte und Schweizer Spitzenköche verraten in Schwyz ihre Küchengeheimnisse.

22.04. – 01.10.2017

Schweizerisches Nationalmuseum
Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Hofmatt, Zeughausstr. 5
6430 Schwyz

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